Armbandlänge bestimmen: die Handgelenkmaße im Vergleich
Man misst den Handgelenkumfang mit einem Maßband direkt auf der Haut und rechnet je nach Armbandtyp 1,0 bis 2,5 Zentimeter Zugabe hinzu, wobei starre Reifen und Uhrenarmbänder weniger brauchen als locker fallende Ketten.
gelistet Redaktion · Stand 15. August 2026
Das Wichtigste in Kürze
- Ein durchschnittliches Damenhandgelenk misst 15 bis 17 Zentimeter, ein Herrenhandgelenk 17 bis 20.
- Handgelenke schwellen im Tagesverlauf um bis zu 5 Prozent an, deshalb wird nachmittags gemessen.
- Für ein locker fallendes Gliederarmband rechnet man 2,0 bis 2,5 Zentimeter Zugabe.
- Kürzen kostet 15 bis 40 Euro, Verlängern mit Materialzusatz 40 bis 90 Euro.
Ein Armband, das zwei Zentimeter zu lang ist, rutscht über die Hand. Zwei Zentimeter zu kurz, und es drückt. Die richtige Länge ergibt sich aus zwei Zahlen.
So wird gemessen
Ein flexibles Maßband direkt auf der Haut um das Handgelenk legen, dort wo das Armband später sitzt, also knapp unterhalb des Handgelenkknochens. Nicht spannen, nur anlegen. Wer kein Maßband hat, nimmt einen Papierstreifen und misst ihn danach mit dem Lineal. Am Nachmittag messen, weil der Umfang morgens am kleinsten ist.
| Typ | Zugabe | Beispiel bei 16 cm Handgelenk | Sitz |
|---|---|---|---|
| Uhrenarmband | 1,0 bis 1,5 cm | 17,0 bis 17,5 cm | eng anliegend |
| Tennisarmband | 1,5 cm | 17,5 cm | anliegend |
| Gliederarmband | 2,0 bis 2,5 cm | 18,0 bis 18,5 cm | locker fallend |
| Ankerkette | 2,0 cm | 18,0 cm | leicht beweglich |
| Starrer Reifen | Innenumfang plus 1,0 cm | 17,0 cm | über die Hand zu schieben |
| Bettelarmband | 2,5 cm | 18,5 cm | sehr locker |
Warum die Zugabe vom Typ abhängt
Ein Uhrenarmband soll sitzen, damit die Uhr nicht kippt. Ein Gliederarmband soll fallen und beim Bewegen mitgehen. Ein starrer Reifen muss über die Hand passen, was den Innendurchmesser bestimmt: Bei einer Handbreite von 8 Zentimetern braucht der Reifen mindestens 6 Zentimeter Innendurchmesser, sonst kommt er nicht über die Knöchel.
Anpassen im Nachhinein
Kürzen ist einfach und kostet 15 bis 40 Euro, wobei die entnommenen Glieder aufbewahrt werden sollten. Verlängern erfordert Material, das zum Muster passt, und kostet 40 bis 90 Euro. Bei Tennisarmbändern mit gefassten Steinen liegen die Kosten höher, weil ganze Segmente ein- oder ausgebaut werden müssen.
Bei Ketten mit Verlängerungsstück lässt sich die Länge in Stufen von 1 bis 2 Zentimetern variieren. Das ist besonders praktisch, wenn das Armband über Jahre getragen wird, denn Handgelenkumfänge ändern sich mit dem Körpergewicht um mehrere Millimeter.
Zwei häufige Fehler
Erstens: über dem Ärmel messen. Das ergibt 0,5 bis 1,5 Zentimeter zu viel. Zweitens: das Maßband spannen. Ein straff gezogenes Band liefert ein zu kleines Maß, und das fertige Armband schneidet ein. Im Zweifel lieber eine Anprobe im Laden, weil sich Fall und Gewicht nicht aus Zahlen ableiten lassen.
Häufige Fragen
+Wie messe ich mein Handgelenk richtig?
Mit einem Maßband direkt auf der Haut, ohne zu spannen, an der Stelle, an der das Armband sitzen soll, und am besten nachmittags.
+Wie viel Zugabe brauche ich?
1,0 bis 1,5 Zentimeter bei Uhrenarmbändern, 2,0 bis 2,5 bei locker fallenden Gliederarmbändern.
+Was kostet das Kürzen?
15 bis 40 Euro. Verlängern kostet 40 bis 90 Euro, weil Material beschafft und angepasst werden muss.
+Welche Größe hat ein starrer Reifen?
Er muss über die Hand passen. Bei 8 Zentimetern Handbreite sind mindestens 6 Zentimeter Innendurchmesser nötig.
+Warum schwankt mein Handgelenkumfang?
Durch Wärme, Salz und Tageszeit um bis zu 5 Prozent. Deshalb wird nachmittags gemessen und eine kleine Reserve eingeplant.
Quellen
- 1Paragraf 631 folgende BGB, Werkvertrag, Bundesministerium der Justiz (August 2026)
- 2Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren, Bundesministerium der Justiz (August 2026)