Gravur in Schmuck: Verfahren, Schriften, Grenzen
Für Innengravuren in Ringe sind Maschinen- und Lasergravur üblich und kosten 15 bis 45 Euro, die Handgravur beginnt bei 60 Euro, hält aber am längsten, weil sie mit 0,15 bis 0,3 Millimetern deutlich tiefer schneidet als der Laser mit 0,02 bis 0,05.
gelistet Redaktion · Stand 15. August 2026
Das Wichtigste in Kürze
- In einen Ring der Größe 54 passen innen etwa 25 bis 30 Zeichen in üblicher Schriftgröße.
- Lasergravur kostet 15 bis 30 Euro, Maschinengravur 20 bis 45 Euro, Handgravur ab 60 Euro.
- Die Gravurtiefe entscheidet über die Haltbarkeit: 0,02 Millimeter beim Laser gegen 0,3 bei der Handarbeit.
- Eine Innengravur kostet beim späteren Weiten des Rings meist ihre Lesbarkeit.
Eine Gravur kostet wenig und hält lange, wenn Verfahren und Platz zusammenpassen. Beides wird meist erst besprochen, wenn der Ring schon gekauft ist.
Drei Verfahren
Die Lasergravur verdampft Material an der Oberfläche und erreicht 0,02 bis 0,05 Millimeter Tiefe. Sie kann jede Schrift und sogar Handschriften abbilden. Die Maschinengravur schneidet mit einem Stichel und geht 0,1 bis 0,2 Millimeter tief, ist aber auf hinterlegte Schriften beschränkt. Die Handgravur schneidet 0,15 bis 0,3 Millimeter tief und lebt von der wechselnden Strichstärke, die kein Automat nachbildet.
| Verfahren | Tiefe | Preis | Dauer | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|---|
| Laser | 0,02 bis 0,05 mm | 15 bis 30 € | 10 Minuten | 10 bis 20 Jahre innen |
| Maschine | 0,1 bis 0,2 mm | 20 bis 45 € | 1 bis 2 Tage | 20 bis 40 Jahre |
| Hand | 0,15 bis 0,3 mm | ab 60 € | 3 bis 10 Tage | über 50 Jahre |
| Diamantzieher | 0,05 mm | 20 bis 40 € | 1 Tag | 15 bis 25 Jahre |
Wie viel Platz vorhanden ist
Der Innenumfang eines Rings entspricht der Ringgröße in Millimetern. Bei Größe 54 sind das 54 Millimeter, von denen etwa 45 nutzbar bleiben, weil an den Rändern Luft bleiben muss. Bei einer Zeichenbreite von 1,5 bis 1,8 Millimetern passen so 25 bis 30 Zeichen einschließlich Leerzeichen.
Was die Gravur später einschränkt
Wird ein Ring geweitet, dehnt sich das Material und die Gravur wird flacher und verzerrt. Wird er verkleinert, muss ein Stück herausgetrennt werden, und dabei geht ein Teil des Textes verloren. Wer damit rechnet, den Ring später ändern zu lassen, sollte die Gravur kurz halten und im oberen Bereich platzieren.
Bei rhodinierten Weißgoldringen kommt hinzu, dass die Gravur die Rhodiumschicht durchtrennt. Beim nächsten Rhodinieren wird sie mit überzogen, was sie leicht weicher erscheinen lässt.
Was sich außen gravieren lässt
Außengravuren sind sichtbar, nutzen sich aber deutlich schneller ab, weil die Ringaußenseite ständig Kontakt hat. Für dauerhaft sichtbare Zeichen eignet sich die Handgravur mit ausreichender Tiefe oder eine Struktur, die in das Material eingearbeitet wird. Auf Anhängern und Manschettenknöpfen gelten diese Einschränkungen nicht, dort hält auch eine Lasergravur Jahrzehnte.
Häufige Fragen
+Wie viele Zeichen passen in einen Ring?
Bei Größe 54 etwa 25 bis 30 Zeichen mit Leerzeichen. Bei schmalen Ringen unter 3 Millimetern Breite weniger, weil die Schrift kleiner ausfallen muss.
+Was kostet eine Gravur?
Laser 15 bis 30 Euro, Maschine 20 bis 45 Euro, Handgravur ab 60 Euro. Sonderzeichen und Handschriften kosten Aufpreis.
+Hält eine Lasergravur ewig?
Innen im Ring 10 bis 20 Jahre. Außen nutzt sie sich deutlich schneller ab, weil sie nur Hundertstelmillimeter tief geht.
+Kann eine Gravur entfernt werden?
Ja, durch Abtragen und Polieren. Dabei geht Material verloren, weshalb das nur ein bis zwei Mal möglich ist.
+Lässt sich eine eigene Handschrift gravieren?
Mit dem Laser ja. Die Vorlage sollte in schwarzer Tinte auf weißem Papier eingereicht werden, damit die Kontur sauber erfasst wird.
Quellen
- 1Paragraf 631 folgende BGB, Werkvertrag, Bundesministerium der Justiz (August 2026)
- 2Preisangabenverordnung, Bundesministerium der Justiz (August 2026)